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Deutsche Lebensbrücke - Jahresbericht 2008

Im Jahr 2008 betrugen die Gesamteinnahmen der Deutschen Lebensbrücke
1.390.000 €.  Diese setzen sich zusammen aus 869 T € Mitgliedsbeiträgen, 469 T € Spenden und 25 T € Einnahmen aus einem Versicherungsschaden.

Für satzungsgemäße Zwecke wurden 1.071.000 € ausgegeben, das bedeutet einen Verwaltungsaufwand von ca. 17 %.

Die Schwerpunkte unserer Aktivitäten lassen sich in 3 Hauptsegmente gliedern:
Projekte in Russland
Projekte in Deutschland
Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit

Projekte in Russland
Nach Russland, bzw. St. Petersburg, wo wir seit 20 Jahren Projekte für kranke und sozialschwache Kinder und Familien unterstützen, fließen nach wie vor die meisten Mittel für Medikamente, Projekte für sozial schwache Kinder und Familienhilfe.
400.000 € wurden  dafür ausgegeben, diese Summe beinhaltet Sachspenden (Medikamente), wie auch die finanzielle Unterstützung unserer zahlreichen Projekte vor Ort.

1. Leukämiekinder in St. Petersburg
Dies ist eines unserer ältesten Hilfsprojekte. Seit 1991 unterstützen wir krebskranke Kinder, deren Familien und die Ärzte, die sich um diese Kinder kümmern.
2008 konnten wir für ca. 165 T € Medikamente und medizintechnische Geräte und Lebensmittel für krebskranke Kinder finanzieren. Auch heute ist in den meisten städtischen oder staatlichen Krankenhäusern keine optimale Versorgung gewährleistet. Die krebskranken Kinder werden zwar behandelt, aber mit sehr schlechten, oft kaum wirksamen Medikamenten und jedes heilende oder schmerzlindernde Extra muss von den Eltern bar bezahlt werden. Wir versorgen viele dieser Kinder und deren Familien regelmäßig mit Frischobst und Gemüse, da die Krankenhauskost ungenießbar ist und sich die Familien frische Lebensmittel nicht leisten können.

2.  Straßenkinder von St. Petersburg
Seit 1992 finanzieren wir Projekte für Straßenkinder und sozial schwache Kinder und deren Familien. Ca. 136 T € wurden dafür im Jahr 2008 aufgewendet.
Damit wurden arme Familien unterstützt, Kinderheime, die sich ausschließlich um Kinder von der Straße kümmern (z.B. die Heime von Dr. Sereda), sowie ein Kinderkrankenhaus (Zimbalina), das als einziges in der Stadt verwahrloste und HIV-infizierte Kinder aufnimmt, sowie Projekte in Freizeiteinrichtungen für sozialschwache Kinder. Dort werden viele Workshops angeboten, z.B. PC-Kurse, Nähkurse, Malen, sie bekommen dort etwas zu essen, Kleidung, nsowie auf Wunsch psychologische und rechtliche Betreuung.
Weiterhin versorgen wir über die Verteilung von Essensbons täglich sehr viele bedürftige Kinder und Familien mit Lebensmitteln oder einer warmen Mahlzeit am Tag.

3. Einzelschicksale & Sachspenden
Immer wieder bekommen wir wertvolle Sachspenden, meist in Form von Medikamenten, die wir nach Russland transportieren. Viele Familien mit schwerkranken Kindern wenden sich an die Deutsche Lebensbrücke mit der Bitte um Unterstützung. Meist geht es um die Finanzierung  von Medikamenten, Heilbehandlungen oder Operationen, die entweder  in deren Heimat ausgeführt werden könnten, aber teuer bezahlt werden müssen. Oder die Familien bitten um Unterstützung für  die Behandlung bei uns in Deutschland, da in ihrer Heimat die fachliche Kompetenz oder die Einrichtungen dafür fehlen. 2008 konnten wir in diesem Bereich mit Sachspenden im Wert von ca. 100 T € helfen.