Armut bedeutet mehr als Hunger

Kinderarmut endet nicht bei einem knurrenden Magen. Armut bedeutet meist Krankheit, kaum Bildungschancen und geringes Selbstwertgefühl.

Helfen Sie mit, diesen Kindern ein menschenwürdiges Leben mit fairen Zukunftsperspektiven zu ermöglichen!

Gegen Kinderarmut – in Deutschland & weltweit

Gegen Kinderarmut gibt es auch hierzulande viel zu tun!

 

Kinderarmut äußert sich in BRD ganz anders als zum Beispiel in Afrika. In Deutschland kann sich Armut bei Kindern auf wenig Essen und abgetragene Kleidung beziehen. Sie kann sich aber auch darin zeigen, dass die Kinder niemanden haben, von dem sie Geborgenheit und Liebe erfahren. Diese Kids besitzen zum Beispiel kein eigenes Zimmer, wo sie ausruhen oder lernen können, bekommen kaum Obst oder Gemüse zu essen und können nicht an Schulausflügen teilnehmen.

 

Darüber hinaus ist Armut ein Teufelskreis: sie wird von einer Generation auf die nächste weitergegeben. Betroffene Kinder sind meist vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.

 

Etwas ganz anderes bedeutet Armut in Entwicklungsländern: hier fehlt es an genügend Essen, sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und den einfachsten Mitteln. Diese Kinder leben in extremer Armut und müssen täglich ums Überleben kämpfen.

 

Auf den Punkt gebracht: Sozial benachteiligte Kinder mangelt es an den wichtigsten Dingen im Leben, um sich gesund zu entwickeln, die eigene Persönlichkeit zu entfalten und die Chance auf eine aussichtsreiche Zukunft zu erhalten.

Kinderarmut in Deutschland – ein gesellschaftliches Problem

Kaum zu glauben und doch bittere Wahrheit: Kinderarmut existiert auch in Deutschland. Und die Zahl wächst weiter! Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung von 2017, sind rund 21 % der Kinder hierzulande von Armut betroffen, davon ca. 2,5 Millionen dauerhaft oder wiederkehrend.

 

In Deutschland ist die Armutsgrenze erreicht, wenn einer Familie nicht mal 60 % ihres Einkommens zum Leben bleibt oder sie auf staatliche Hilfe angewiesen ist. Besonders ausgeprägt ist die Gefahr zu Verarmen für:

 

- Kinder von Alleinerziehenden

- Kinder mit mindestens 2 Geschwistern

- Kinder von Eltern, die nur geringe Qualifikationen besitzen

 

Dabei zeigt sich auch ein deutliches Ost-West-Gefälle: im östlichen Deutschland und Bremen ist der Anteil an verarmten Kindern wesentlich höher als in Bayern oder dem Westen Deutschlands.

Relative Armut – was bedeutet Kinderarmut in Deutschland?

Maßnahmen gegen Kinderarmut & allgemeine Armut spielen nicht nur in Entwicklungsländern wie Afrika eine große Rolle. Auch in Deutschland hat sich die Armutsgrenze verschoben und immer mehr Kinder gelten als sozial benachteiligt.

 

Aber: Wenn von Kinderarmut in Deutschland gesprochen wird, ist stets eine relative Armut gemeint. Denn im Vergleich mit anderen Ländern erhalten hier arme Menschen zumindest etwas Sozialgeld, haben ein Dach über dem Kopf und müssen nicht verhungern.

 

Armut in Deutschland hat also mit anderen menschenunwürdigen Faktoren als Obdachlosigkeit oder Hungersnot zu tun. Die meisten armen Familien in Deutschland leben vom Allernötigsten. Selbstverständliche Dinge wie eine warme Mahlzeit, neue Schulsachen oder die Teilnahme an Klassenfahrten bleiben diesen Kindern und Jugendlichen verwehrt. Schwimmbad, Kino oder Sportverein, neue Schuhe oder Hefte, warme Wintersachen – sozial benachteiligte Kinder müssen auf viel zu Vieles verzichten.

 

Vor allem auf soziale Teilhabe, also die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, die doch für die psychische Entwicklung und das spätere Leben so wichtig ist. Kinder, die in stetiger Armut aufwachsen, sind von der Gesellschaft isoliert: sie haben weniger Freunde, kaum Spielmöglichkeiten in der Freizeit und sind nur sehr selten in Vereinen dabei.

Das DLB Frühstücksklub-Projekt gegen Kinderarmut

„Wenn es den Frühstücksklub nicht gäbe, wüsste ich nicht, wo ich hin soll:

meine Mama ist krank, mein Papa geht um 5 Uhr zur Arbeit und ich habe noch drei kleine

Geschwister", sagt Mona.


Die DLB Mittagstische gegen Kinderarmut in Deutschland

Wir unterstützen sozialpädagogische Freizeiteinrichtungen in verschiedenen Städten Deutschlands,

die sich um Kinder kümmern, die mittags auf sich alleine gestellt sind.


Was sind die Gründe für Kinderarmut in der BRD?

Es gibt viele Gründe, warum Familien mit Kindern an oder unter der Armutsgrenze leben. Meistens kommen mehrere Faktoren zusammen:

 

  • Materielle Armut

Da Kinder logischerweise von der finanziellen und gesellschaftlichen Lage ihrer Eltern abhängig sind, gelten Arbeitslosigkeit und niedriges Einkommen als die häufigsten Auslöser für Kinderarmut in Deutschland. Insbesondere Kinder alleinerziehender Eltern sind gefährdet, da entweder zu wenig Lebensgeld zur Verfügung steht oder die Kinder vernachlässigt werden, weil die Eltern arbeiten müssen.

 

  • Emotionale Armut

Armut kann sich auch psychisch-emotional ausprägen. Es gibt Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen und nichts für ihre Entwicklung tun – aus fehlendem Verantwortungsbewusstsein, Unwissenheit oder weil sie mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind. Wertschätzung und Geborgenheit bekommen diese Kinder allzu selten.

 

  • Bildungsarmut

Eltern mit Migrationshintergrund oder einem geringqualifizierten Bildungsabschluss haben es oft schwer, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, verdienen nur wenig oder erhalten Sozialhilfe.

 

Unabhängige und verschiedene Studien beweisen: Kinder aus sozial bedürftigen Familien bleiben meist ihr Leben lang in der Armutsspirale gefangen. Sie leiden also ihr gesamtes restliches Leben unter den weitreichenden Folgen ihrer materiellen und emotionalen Armut.

 

Gegen Kinderarmut weltweit – mehr arme Kinder als Erwachsene

Kinderarmut existiert weltweit, sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern. Noch schlimmer: nach der Studie von 2016 leben ca. 385 Millionen Kinder auf der ganzen Welt in extremer Armut.

 

Hier reicht das Geld nicht einmal fürs tägliche Essen. Darüber hinaus erkranken und sterben Kinder, weil es kein sauberes Trinkwasser gibt. Viele Familien in armen Ländern besitzen zudem kein Haus und müssen im Freien schlafen.

 

Arme Kinder in Afrika oder Russland haben kaum Chancen auf eine bessere Zukunft. Denn Schulen sind selten und oft sehr weit entfernt. Hinzu kommen noch die Kosten für Lernmaterialien, welche nur die wenigsten aufbringen können. Häufig ist es auch so, dass die Kinder anstatt zur Schule zu gehen arbeiten müssen, weil die Familie sonst nicht überleben kann.

Straßenkinder in St. Petersburg

In St. Petersburg leben viele tausend Kinder auf der Straße. Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit und

die Beschaffung von Lebensmitteln gehören dort auch heute (wieder) zum täglichen Überlebenskampf.


Schulprojekt Monrovia

Wissen ist in Afrika überlebenswichtig: Analphabeten fallen hier durch das Raster und haben

keine Chance, ihre Lebenssituation aus eigener Kraft zu verbessern. Aber Bildung macht Menschen

- vor allem Mädchen- stark!

Hilfsprojekte gegen Kinderarmut – Machen Sie mit!

Unterstützen Sie die Kinderhilfsprojekte der Deutschen Lebensbrücke mit Ihrer Spende und leisten Sie einen wertvollen Beitrag dazu, Kindern auf der ganzen Welt zu einem würdevollen Leben zu verhelfen.

Wie feiern 30 Jahre Kinderhilfe!

Die Deutsche Lebensbrücke kann auf viele bewegende Jahre zurückblicken...zu den Highlights!

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Was ist absolute bzw. extreme Armut?

Nach Definition der Weltbank ist ein Mensch extrem arm, wenn er pro Tag weniger als 1,90 US-Dollar besitzt.

Gemeinsam gegen Kinderarmut 

– in Deutschland & in Krisengebieten

 

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nur 1,50 Euro genügen,

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