
Fast die Hälfte der Schülerinnen und Schüler in Deutschland hat regelmäßig Probleme mit dem Schlaf. Das zeigt der aktuelle DAK-Präventionsradar 2026. Demnach berichten 46 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus den Klassen 5 bis 10 von mindestens einmal pro Woche auftretenden Schlafproblemen. Zum Vergleich: 2019/20 waren es noch 36 Prozent.
Parallel steigt auch die Erschöpfung: 69 Prozent fühlen sich mindestens einmal pro Woche ausgelaugt. Für die Studie wurden mehr als 30.000 Schüler*innen an 141 Schulen in 15 Bundesländern befragt. Als möglichen Einflussfaktor nennt ein Kinder- und Jugendarzt unter anderem eine intensive Mediennutzung bis in den Abend. Einen eindeutigen einzelnen Auslöser der Schlafprobleme lässt die Studie allerdings nicht erkennen.
Die konkrete Schlaf-Studie gibt zwar keinen Aufschluss auf das familäre und soziale Umfeld der Kinder. Der aktuelle Präventionsradar 2026 wertet jedoch unter anderem nach Sozialstatus aus. Bei niedrigem Sozialstatus haben 92 Prozent der Befragten eine förderbedürftige Gesundheitskompetenz; bei höherem Sozialstatus sind es 88 Prozent. Ältere Ausgaben des Präventionsradars zeigen allerdings ausdrücklich soziale Unterschiede bei Schlafproblemen. So heißt es im Bericht 2024, dass Schlafprobleme und Erschöpfung bei Kindern und Jugendlichen mit niedrigem Sozialstatus häufiger vorkommen.
Aufgrund ihrer Arbeit z.B. in den Projekten Frühstücksklub, Mittagstisch und Kochklub weiß die Deutsche Lebensbrücke, dass soziale, finanzielle und Bildungs-Benachteiligung weitreichende Auswirkungen auf die Kinder haben. Psychisch, emotional und kognitiv. Schlafstörungen sind ein ernstes Problem, denn Schlafmangel führt zum Verlust von Konzentration und Stabilität. Oft kommt erschwerend auch einseitige und vielfach nicht ausreichende und gesunde Ernährung hinzu. Hier setzt die Deutsche Lebensbrücke mit ihren Projekten an.
